Freitag, 29. September 2017

Versorgungssicherheit – Verantwortung der Verteilnetzbetreiber steigt

Kreuzlingen, Schweiz, 29. September 2017 – Die Verteilnetzbetreiber werden im Rahmen der Entwicklung des Energiesystems eine neue und wichtige Rolle spielen müssen. Bislang trugen in erster Linie die Übertragungsnetzbetreiber die Verantwortung für die Gewährleistung der Versorgungs-sicherheit. Die Energiewende passiert aber in den Verteilnetzen. Ausserdem führt die Digitalisierung zu einem Umbruch im Verteilnetz. Aufgrund der Digitalisierung nimmt die Datenmenge rasant zu und es entstehen neue Geschäftsfelder. Einen aktuellen und von hochkarätigen Referenten präsentierten Ein- und Ausblick zu den laufenden Entwicklungen und Gesetzesänderungen in der Schweiz bietet Ihnen unsere Jahrestagung „Verteilnetzforum“ am 21. November 2017 in Konolfingen bei Bern.
Neben möglichen Lösungsansätzen werden vor allem praktische Erfahrungen beleuchtet und diskutiert um Antworten auf die Herausforderungen für die Netzbetreiber zu geben. Mit besonderer Spannung erwarten wir die Keynote von Dr. Mohamed Benahmed, Leiter Sektion Netze, Bundesamt für Energie zum aktuellen Stand der Arbeiten der BFE Studie „Versorgungssicherheit CH bis 2035“, der Strategie Stromnetze und dem künftigen Strommarktdesign.

Fokusthemen in diesem Jahr sind:
- Strategie Stromnetze, Inhalt, Stand, weitere Arbeiten
- Was ab 2018 aufgrund des revidierten EnG umgesetzt werden muss
- Eigenverbrauch – Neue Regeln und erste Erfahrungen
- Netznutzungstarife im Spannungsfeld der angepassten gesetzlichen Grundlagen
- Smart Meter Rollout – Nur Pflicht oder auch Chance?
- Visual Energy Analytics und aktives Asset Management
- Künftige Geschäftsfelder und Rolle der Verteilnetzbetreiber

Dieses Jahr konnten wir folgende Referenten für Sie gewinnen:
- Dr. Andreas Beer, Leiter Netz, Repower AG
- Dr. Mohamed Benahmed, Leiter Sektion Netze, Bundesamt für Energie BFE
- Gerhard Bräuer, Leiter Netzwirtschaft, Repower AG
- Dr. Markus Flatt, Partner, EVU Partners AG
- Dr. Katja Keller, Leiterin Netzwirtschaft, BKW AG
- Sven Schlittler, Leitender Berater, EVU Partners AG
- Dr. André Vossebein, Geschäftsführer, B E T Suisse AG
- Aeneas Wanner, Geschäftsleiter, Energie Zukunft Schweiz
- Dr. Christina Würthner, Geschäftsführerin, enersis suisse AG

Weitere Informationen zu Inhalten, Referenten und Anmeldung finden Sie hier:
www.verteilnetzforum.ch

   
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Über die Vereon AG
Die Vereon AG veranstaltet hochkarätige Tagungen, Konferenzen und Workshops zu aktuellen
Themen aus Wirtschaft und Wissenschaft. Ausgewiesene Experten aus Forschung, Wissenschaft, Praxis und Politik präsentieren regelmässig pragmatische Lösungsansätze und wegweisende Trends. Führungs- und Fachkräfte aller Branchen schätzen diese Informationsplattformen zum Wissensausbau, Erfahrungsaustausch und zur Gewinnung wertvoller neuer Kontakte.

Nachlese: Vertriebsleitertagung Energie vom 5. und 6. September 2017

Kreuzlingen, Schweiz, 29. September 2017 – An der dritten Vertriebsleitertagung Energie trafen sich gut 70 Energiefachleute und Experten aus dem Bereich Vertrieb, um die Auswirkungen der neuen Gesetzgebung und der Digitalisierung auf die Geschäftsmodelle der Energiebranche zu beleuchten. Angespornt durch zunehmenden Wettbewerb am Strommarkt, neue Player für Dienstleistungen und Services, sind die Schweizer EVU stark gefordert und werden sich in den Bereichen Netz, Messung, Flexibilität, Eigenverbrauch, Effizienz und E-Mobility neu zu positionieren versuchen.

Die Keynote von Prof. Peter Hettich (IFF-HSG) beleuchtete zunächst die belastende Ausgangslage für Produzenten durch stark gefallene Strompreise. Er sieht vermehrt den Staat in der Pflicht, die Rahmenbedingungen für einen fairen Wettbewerb zu setzen. Der Markt alleine wird es nicht richten, zu klein sind im heutigen Umfeld die Anreize für Investitionen. Die vollständige Liberalisierung wäre aufgrund komplexer Prozesse volkswirtschaftlich nicht immer die beste Lösung, so Hettich. Aktuell zeichne sich ab, dass das BFE einen Kapazitätsmarkt bevorzuge. Grund dafür sei unter anderem, dass zahlreiche Nachbarländer der Schweiz bereits Kapazitätsmärkte eingeführt haben oder solche diskutieren.

Der Vorstellung verschiedener künftiger Strommarktdesigns folgte ein detaillierter Einblick in das Thema Eigenverbrauch und Tarifierung von Prosumern. Arealnetze und „Pooling“ – die gemeinsame Beschaffung von Eigenverbrauchgemeinschaften am Strommarkt – werden einen wahren Boom auslösen, so Lars Konersmann (Energie Zukunft Schweiz). Nicht zuletzt weil sich Eigenverbrauch ökonomisch lohnt. Die Rahmenbedingungen werden nach der Einführung der neuen Gesetzgebung ab 1.1.2018 noch favorabler sein.

Mit nichts geringerem als der Weltrettung ging es von Seiten Repower weiter. Verteilnetzbetreiber stehen mit in der Verantwortung, die Energiestrategie erfolgreich umzusetzen, stehen jedoch im Clinch zwischen den physikalischen Gesetzen und denjenigen von Bern, so Andreas Beer, Leiter Netze der Repower. Den Umbau von zentraler zu dezentraler Versorgung und Steuerung vergleicht er mit dem unsinnigen Ersatz des einen zentralen menschlichen Herzens durch viele dezentrale. Eine schwierige Operation am lebenden Patienten.

Optimistischer zeichnete Georg Meier (Energie Zukunft Schweiz) das Bild für EVU. Durch die neue Gesetzgebung öffnen sich viele neue Türen für Energiedienstleistungen: Sowohl im Netz (Nutzung von Flexibilität), beim Eigenverbrauch (Angebote an „Prosumer“), als auch bei Energieeffizienz und Mobilität sind die Schweizer EVU gefordert, sich neue Wertschöpfung zu generieren. Der befürchtete Absatzverlust durch Eigenverbrauch und Energieeffizienz würde zudem durch neue Anwendungen wie Elektromobilität und Wärmepumpen überkompensiert.

Der zunehmende Wandel der Energiewirtschaft der Schweiz, stark beeinflusst durch den europäischen Strommarkt, führt zur Neuerfindung ganzer Unternehmen. Dies prägt sich gemäss Christoph Sutter (Leiter Division Neue Energien) bei der Axpo Power mit dem Kauf des Wind-Projektierers Volkswind und den Fokus auf Windkraft, überwiegend in Deutschland und Frankreich, aus. Die Windbranche ist einer starken Kommodifizierung unterworfen und der Trend zu Auktionen schickt bereits erste Projekte frei von staatlicher Förderung in das Rennen.

In der Simulation der zukünftigen Grosshandelspreise zeigte Josef Keller (Ompex) eindrücklich, worauf der berühmte Blick in die Glaskugel basiert und welche Faktoren die Preise beeinflussen: Allen voran die Rohstoffpreise, Last- und Produktionsänderungen.

Ruedi Rechsteiner (alt Nationalrat, VR IWB) kritisiert die grossen Produzenten Axpo und Alpiq mit ihrer aktuellen Jagd auf neue Subventionen. Zudem sieht er die heftig verfochtenen hohen Leistungs- und Grundpreise als Bremse für die Energiewende. Die Angst vor einer Netzflucht sei erwiesenermassen unbegründet und das Netzgeschäft das lukrativste für viele EVU.

Der erste Tag wird mit einer Podiumsdiskussion geschlossen, die unter anderem einen Blick auf die Zukunft der Unternehmen in 3-5 Jahren wirft. Durch Entwicklung in neue Geschäftsfelder, Steigerung der Innovationskraft, zunehmende Kooperationen, auch mit Startups, und weitere Investitionen in Erneuerbare Energien, wollen sich die EVU zukunftssicher aufstellen.

Der Themenschwerpunkt Digitalisierung wurde am zweiten Tag zunächst von externer Warte, durch Chris Tattersall (Deloitte) analysiert und auf Geschäftsmodelltypen und Hauptaktivitäten gescannt. Dabei laufen die aktuellen Digitalisierungsprojekte zahlreicher Schweizer EVU vielfach am Kundenbedürfnis vorbei. Tattersall rät zur klaren Trennung zwischen interner Digitalisierung zur Effizienzsteigerung („be digital“) und digitalen Angeboten für Kunden („go digital“). Letztere sollen nicht anhand der technischen Möglichkeiten, sondern anhand des Kundennutzens entwickelt werden.

Zwei sehr konkrete und bereits praxiserprobte Beispiele von Armin Keinath (Caterva) und Daniel Clauss (EKS) zum Thema Eigenverbrauch und Heimspeicher, zeigen die Umsetzung – inklusive der möglichen attraktiven Wertschöpfung. Die Kombination von Eigenverbrauch, Speicherung und Vernetzung zu einem virtuellen Kraftwerk und somit der Bereitstellung von Regelleistung, bietet für alle beteiligten einen Mehrwert. EVU erhalten ein hervorragendes Produkt zur Kundenbindung, können zusätzliche Erlöse über Regelenergie erzielen und erhalten Nutzerdaten zur Weiterverwertung. Den Endkunden steht ein System zur Verfügung, das geringe Energiekosten und steigende Autarkie bietet.

Als Abschluss der Veranstaltung präsentierte Luca Bortolani (IKEA) die Motivation vom Einrichtungshaus, in den Vertrieb von PV Anlagen einzusteigen: Einen Beitrag zur Vision „einen besseren Alltag für die vielen Menschen zu schaffen“, aber vor allem auch der Kundenwunsch, einen Beitrag zur Nachhaltigkeit (48%) zu leisten und die Unabhängigkeit zu erhöhen (33%). Die Wirtschaftlichkeit gemäss IKEA wird von den Kunden erst in dritter Priorität (27%) genannt.

Von gesetzlichen Neuerungen über strategische Neuausrichtung bis zu konkreter Produkteinführung lieferte die Vertriebsleitertagung 2017 einen tiefen Einblick in die sich verändernde Energiewirtschaft der Schweiz. Die vorgestellten Handlungsoptionen stellen dabei eine hervorragende Inspirationsquelle für neue, nachhaltige Geschäftsmodelle dar, um sich im zukünftigen Energiemarkt zu behaupten.

Die Moderation von Georg Meier und Bernd Kiefer hat den hochkarätigen Beiträgen und Diskussionsrunden einen optimalen Rahmen gegeben. Nicht zuletzt die produktiven Diskussionen und das ausgezeichnete Networking sowie die sehr gute Stimmung aller Teilnehmenden und Referenten rundeten den Erfolg der Tagung ab.

Am 04. und 05. September 2018 wird der Anlass zum vierten Mal durchgeführt. Die Agenda für die Vertriebsleitertagung Energie 2018 wird im Frühjahr veröffentlicht. Bitte reservieren Sie sich diesen Termin schon jetzt.


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Donnerstag, 28. September 2017

Swiss Payment Forum: The Platform for Swiss Opinion Leaders and Specialists Concerning Payment

Kreuzlingen, September 27, 2017 - Today innovations through digitization are a part of everyone’s everyday world. It is no surprise that these developments do not omit the payment sector and that mobile payment is one of the most important financial trends of the present. Various new payment methods become technologically realisable, however there is no final decision made yet whether we will pay with our mobile phone, our smartwatch, our fingerprint or with a wink in the future.

Mobile payment in Switzerland and in other European countries equals a patchwork rug. Already distributed systems like Yapital or mpass in Germany vanish, however new providers move up. Despite various setbacks, the digitization trend within the payment sector does not run out of steam and new technologies, for example blockchain, give a fresh impetus. In Switzerland PSD2 is an omnipresent and a much-discussed topic. In the EU-countries everyone works at the implementation of the regulations of PSD2, whereas Switzerland takes a different approach and develops market-conform solutions. One way or another the financial sector faces new rules and new takers.

Exactly those topics will be discussed by speakers and participants at the 6th Swiss Payment Forum in Zurich in November. Highlights of the annual conference are among others an overview about the most important payment trends in Switzerland, the effects of biometry on digital payment, the implication of PSD2 for merchants and banks, Value Added Services as a mean to escape the price spiral and the potential of blockchain as a game changer not only in the financial sector.

For further information on the Swiss Payment Forum, visit http://www.swisspaymentforum.ch/en/agenda

About Vereon AG
Vereon AG organises leading-edge seminars, conferences and workshops addressing current business issues. Distinguished experts in research, science, industry and politics regularly present practical solution approaches and pioneering trends. Leaders and specialists from all sectors appreciate these information platforms for building knowledge, exchanging experience and making valuable new contacts.

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Montag, 25. September 2017

Swiss Payment Forum - Die Plattform für Schweizer Entscheider und Spezialisten zum Thema Payment

Kreuzlingen, 25. September 2017 – Innovationen durch Digitalisierung sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Kein Wunder also, dass dieser Trend auch vor der Paymentbranche nicht halt macht und Mobile Payment inzwischen zu den wichtigsten Finanztrends der Gegenwart zählt. Verschiedene neue Bezahlmöglichkeiten sind heute technologisch möglich, ob wir in Zukunft mit dem Handy, der Smartwatch, mit unserem Fingerabdruck oder mit einem Augenzwinkern bezahlen werden, ist allerdings noch offen.

Mobiles Bezahlen in der Schweiz und auch den übrigen europäischen Ländern gleicht heute einem Flickenteppich. Bereits verbreitete Systeme wie z.B. Yapital oder mpass in Deutschland sind wieder vom Markt verschwunden, dafür rücken neue Anbieter nach. Trotz mancher Rückschläge verliert der Digitalisierungstrend in der Paymentbranche nicht an Schwung und erhält durch Technologien wie zum Beispiel Blockchain immer wieder neue Impulse. Ein in der Schweiz omnipräsentes und vieldiskutiertes Thema ist PSD2. Während in den EU-Ländern auf Hochtouren an der Umsetzung der Regeln von PSD2 gearbeitet wird, entwickelt die Schweiz eigene marktgerechte Lösungen. So oder so wird sich die Finanzbranche neuen Spielregeln mit neuen Mitspielern gegenüber sehen.

Genau über diese Themen diskutieren Referenten und Teilnehmer beim 6. Swiss Payment Forum im November in Zürich. Highlights aus dem Programm der Jahrestagung sind unter anderem ein Überblick über die wichtigsten Mobile Payment Trends in der Schweiz, die Auswirkung biometrischer Verfahren auf das Bezahlen, die Bedeutung von PSD2 auf Handel und Banken, Kundenbindung durch Value Added Services und Potential von Blockchain als Game Changer nicht nur in der Finanzindustrie.

Das detaillierte Programm ist erhältlich auf: www.swisspaymentforum.ch 

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Donnerstag, 13. Juli 2017

Exchange Summit 2017 - E-Invoicing/E-Billing: Significant Market Transition Lies Ahead

Kreuzlingen, Switzerland, July 11, 2017 – The European Core Invoice Standard EN16931 has been published on June 28th, 2017. Experts agree that E-Invoicing will be adopted at an even faster pace now also in Europe as already in the rest of the world. Therefore, the need for a global platform to exchange best practices, know how and fresh ideas increases even more. The Exchange Summit is the leading congress with contributors and attendees from over 50 different countries. It represents a global platform for the important and quickly advancing topics around E-Invoicing. All participants will have the opportunity to exchange knowledge, and for networking with the aim to improve processes and a faster adoption of the new technologies. The next Exchange Summit will be held on October 9-10 in Barcelona. There will be several round tables and presentations in order to discuss the challenges with experts, thought-leaders and users from the corporate and public sector. Latest trends and their impact for AP/AR automation such as Machine Learning, Blockchain and E-Receipts will be presented as well as updates on the must-haves in compliance, standards and formats. Furthermore, the current status and upcoming developments of E-Invoicing in China and other Asian countries will be looked at closer. Keynote speakers Enrico Camerinelli, Prof. Dr. Peter Duerr and Bruno Koch will give new impulses to the audience. Bruno Koch, an independent and globally well-known market analyst in the field of E-Invoicing, will present some key findings of his highly-valued market report E-Invoicing/E-Billing: Significant market transition lies ahead in his speech. This market report not only provides facts, but also qualitative views, evaluation and details about the products offered by many providers: www.exchange-summit.com/market-report. For further information on the Exchange Summit, visit www.exchange-summit.com Press Contact: Vereon AG | Public Relations | Hauptstrasse 54 | CH-8280 Kreuzlingen presse@vereon.ch | www.vereon.ch/presse

Donnerstag, 6. Juli 2017

Umsetzung der elektronischen Rechnung erfolgt auf der Basis von XRechnung

Kreuzlingen, 6. Juli 2017 – Das Thema E-Rechnung ist derzeit aktuell wie nie zuvor: Zum einen hat das Bundesministerium des Innern (BMI) seinen Referentenentwurf zur E-Rechnungs-Verordnung am 22. Juni 2017 der Verbändeöffentlichkeit zugänglich gemacht. Am selben Tag wurde der in diesem Entwurf genannte Standard XRechnung ohne Änderungen vom IT-Planungsrat verabschiedet. Der IT-Planungsrat hat dabei den Standard XRechnung als maßgeblich für die Umsetzung der Richtlinie 2014/55/EU des europäischen Parlaments und des Rates vom 16. April 2014 in Deutschland  beschlossen. Damit sind föderal übergreifend alle nationalen Hoheitsträger (Bund/Länder/Kommune) gehalten, die Umsetzung der elektronischen Rechnung auf der Basis von XRechnung vorzunehmen. Diese Wirkung tritt sofort in Kraft. Zum anderen wurde am 28. Juni 2017 der europäische CEN/TC 434 Standard EN 16931 für E-Invoicing veröffentlicht.  Damit laufen nun die Fristen zur nationalen Umsetzung der EU-Richtlinie 2014/55/EU.

Am 27. und 28. Juni 2017 kamen in Wiesbaden auf Schloss Biebrich auf Einladung des Bundesministeriums des Innern (BMI) und des Verbandes elektronische Rechnung (VeR) über 150 Teilnehmer aus der Öffentlichen Verwaltung und der Privatwirtschaft zusammen, um konkrete Maßnahmen zur Einführungen der E-Rechnung in Deutschland zu diskutieren und erste Erfahrungen hierzu auszutauschen. In zahlreichen Keynotes, Diskussionsrunden und Vorträgen wurden nicht nur die für Deutschland spezifischen Aspekte in der Öffentlichen Verwaltung und der Privatwirtschaft betrachtet, sondern darüber hinaus auch die Erfahrungen der im Thema weiter fortgeschrittenen Länder wie z. B. Österreich, Schweden und Dänemark näher betrachtet.

Besonders die erst seit dem 22. Juni 20017 verankerte zentrale Rolle der XRechnung wurde im Rahmen des E-Rechnungs-Gipfels intensiv diskutiert. Denn nicht nur für die Öffentliche Verwaltung hat dieser Standard große Auswirkungen, sondern auch die Privatwirtschaft als Rechnungssteller muss sich nun mit einer raschen Umsetzung befassen. In diesem Zuge wurde im Rahmen der Tagung auch der aktuelle Projektstand für die zentrale Rechnungseingangsplattform des BMI und BMF vorgestellt. Der angestrebte Zeitplan ist sportlich: bereits ab 1. Juni 2018 soll der Roll-out im gesamten Geschäftsbereich des BMI erfolgen. Durch die frühzeitige Pilotierung der E-Rechnung am Bundesverwaltungsamt (BVA) bereits ab 2013 liegen jedoch inzwischen zahlreiche Praxiserfahrungen vor und schaffen so sehr gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Umsetzung. Eine Erkenntnis ist, dass der Anbindung von Lieferanten eine Schlüsselrolle zukommt.

Als Fazit des diesjährigen E-Rechnungs-Gipfels lässt sich festhalten, dass 1. die E-Rechnung verpflichtend für alle wird, die dem Bund Rechnung stellen wollen, 2. der Bund eine zentrale Lösung für alle Bundesbehörden anbieten wird, 3. mit der XRechnung ein auf dem CEN-Standard beruhendes Format für elektronischer Rechnungen per Rechtsverordnung festgelegt wird und 4. mit einer zügigen Ausweitung der Verpflichtung zur E-Rechnung in allen Bereichen zu rechnen ist.

Auf der Website des E-Rechnungs-Gipfels www.e-rechnungsgipfel.de werden zahlreiche Informationen rund um die E-Rechnung zur Verfügung gestellt. Nebst einer umfangreichen aktuellen Marktstudie, sind ausgewählte Vorträge (u. a. auch zu oben erwähnter  zentraler Rechnungseingangsplattform des BMI und BMF) sowie der Referentenentwurf zur E-Rechnungs-Verordnung als freier Download verfügbar.

Donnerstag, 2. März 2017

Die Jahrestagung für den Schweizer BI-Markt setzt auch 2017 Impulse

Kreuzlingen, Schweiz, 2. März 2017  –  Die Diskussion um digitale Transformation nimmt weiterhin Fahrt auf: neben der Digitalisierung gelten Start-ups, Big Data und Analytics als aktuelle Herausforderungen für viele Unternehmen. Die Jahrestagung Business Intelligence Agenda versammelt am 28. März bereits zum fünften Mal Controller, Finanzverantwortliche und BI-Experten in Zürich, um die aktuellen Entwicklungen der schweizerischen BI-Branche zu beleuchten. Analysten präsentieren ihre Ergebnisse und die neuen Trends. Anwender von BI-Lösungen berichten von den Praxiserfahrungen aus ihren Unternehmen.  

Die Veranstaltung beginnt um 9 Uhr mit der Eröffnung durch den Vorsitzenden Herbert Stauffer, Geschäftsführer von BARC Schweiz. Über 120 Teilnehmer, Referenten und Aussteller aus der Schweiz und Deutschland werden im Zürich Marriott Hotel erwartet.

Keynote-Speaker der 5. Jahrestagung sind Jörg Narr, Head Data & Analytics, Operations Switzerland der Zurich Insurance Company sowie Prof. Dr. Key Pousttchi, Leiter des Lehrstuhls für Wirtschaftsinformatik und Digitalisierung an der Universität Potsdam.

Für die Auswahl des richtigen BI-Tools haben die Teilnehmer auf der begleitenden Fachausstellung die Möglichkeit, Lösungen und Produkte führender Anbieter zu vergleichen. Fest zugesagt haben die Unternehmen Board, Business & Decision, Business Solution Group, Heyde, IDL, Infor, Informatec, Jedox, OneStream, Pyramid Analytics und SAP.

Ergänzend zur Konferenz werden am 27. März vertiefende Seminare zu Advanced und Predictive Analytics, BI-Frontends, BI-Strategie und -Organisation im Rahmen der Digitalisierung sowie zu Software-werkzeugen für die Planung angeboten.

Das detaillierte Programm steht unter www.businessintelligenceagenda.ch zur Verfügung. Für die Teilnahme gibt es verschiedene Spezialpreise. Anmeldungen können unter www.businessintelligenceagenda.ch/anmeldeformular vorgenommen werden.

Dienstag, 24. Januar 2017

Herausforderungen und Lösungsansätze für Analytics aus Sicht Gesamtdatenmanagement

von Jörg Narr*


Unternehmen sehen ihr angestammtes Geschäftsmodell seit einigen Jahren nicht mehr nur durch den bekannten Wettbewerb und Marktbewegungen bedroht. Auf den Risk-Radar traten zusätzlich bereits sehr reale Akteure (Start-ups, Akkumulatoren) und Entwicklungen (Digitalisierung, Internet of Things) sowie eine Vielzahl noch mehr oder weniger konkreter Risiken. Unter letztere fallen etwa Spekulationen, ob Google & Co. in bestehende, traditionelle Märkte eindringen werden und inwiefern der technische Fortschritt Einfluss auf bestehende Geschäftsmodelle nehmen wird – etwa selbstfahrende Autos auf die Versicherungs- oder Transportwirtschaft. Dies und die sehr präsente Kommunikation in Medien sowie Publikationen von Unternehmensberatungen und Softwareherstellern generieren einen "Sense of Urgency" in den Unternehmen der Old Economy. Ziel dieser ist es, die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen zu meistern, die häufig aus einer Mischung von Start-ups, Digitalisierung, Big Data und Analytics zu bestehen scheinen.      

Eine Antwort von Unternehmen ist die Schaffung der oder eines Äquivalents zur Rolle des Chief Data Officers (CDO) sowie einer ihm zugeordneten Organisationseinheit. Diese kann in Bezug auf Mitarbeiter-zahlen grösser oder kleiner ausfallen, abhängig von den zu erfüllenden Zielen und auszuführenden Funktionen. Den generellen Scope der Rolle CDO haben mehrere Unternehmensberatungen und Software-dienstleister bereits vor Jahren definiert[1] oder mit aktuellen Erkenntnissen und der Entwicklung in den Unternehmen aktualisiert[2]. Regelmäßig – und vielen Darstellungen gemeinsam – umfasst der Verant-wortungsbereich des CDO die Bereiche Data Governance, Daten (Architektur) Management, Data Warehousing und Business Intelligence. Je nach Ausprägung auch Analytics und die Schaffung neuer Geschäftsfelder durch Analytics und Daten (s. Abbildung 1).


Abbildung 1: Exemplarischer Leistungsumfang einer CDO-Organisation


Ein weiterer für Umfang und Verantwortung der neuen Rolle und Organisation entscheidender Faktor ist, ob sie zur Umsetzung der Transformation lediglich Governance-Funktionen wahrnehmen soll oder, in der gegen-läufigen Ausprägung, auch für einen signifikanten Teil des IT-Portfolios Delivery Verantwortung trägt. Diese beinhaltet dann eigene Applikationen, IT-Services und Dienstleistungsangebote. 

Im letzteren Fall sind Applikationen und IT-Services für eine Platzierung im Bereich des CDO prädestiniert, welche gemeinsam genutzte Stamm- und Referenzdaten für die Gesamtorganisation zur Verfügung stellen. Regelmässige Kandidaten sind neben IT-Applikationen für unternehmensweit genutzte Partner-, Regions-, Vertriebs- und  Produktstammdaten auch Applikationen, welche häufig extern erzeugte Referenzdaten wie Währungen, Länderbezeichnungen und -codes verwalten und bereitstellen. Andere extern definierte und gepflegte Informationen, wie etwa Markt- und Wettbewerbsinformationen, Branchencodes oder Unter-nehmens(steuer)-Identifikationsnummern komplettieren das Feld. Ferner können zentralisierte Applikationen und Repositories für das unternehmensweite Metadaten- und Datenqualitätsmanagement in den Bereich des CDO fallen. Ist der Bereich "Analytics" ebenfalls im Stellenprofil des CDO verankert, kommen sämtliche Daten-integrations- und Analyseapplikationen für die Entscheidungsunterstützung hinzu. Hierunter fallen das Data Warehouse oder alle verstreuten "Bereichs-Data-Warehäuser", Bereichsspezifische Data Marts, sämtliche Reporting-, Planungs- und Analyseapplikationen sowie Big-Data- und Analytics-Applikationen und -Infrastrukturen.

Gleich mehrere Darstellungen sehen es als Aufgabe eines solchen CDO, Geschäftsbereiche über auf Daten und Analytics basierende Geschäftsmodelle zu beraten oder gleich neue Geschäftsmöglichkeiten mit Bezug zu Daten und Analytics zu generieren.

Mit der Schaffung dieser Rolle und Organisationseinheit haben das Unternehmen und der CDO somit die Möglichkeit, die Datenerstellungs- und Bewirtschaftungsprozesse aus einer zentralen Stelle heraus zu führen, die Governance über die Datenwirtschaft sicherzustellen und den notwendigen Change herbeizuführen. Letzter umfasst dabei auch die Herausforderung, „Daten als Asset“ zu managen und zu verstehen. So leicht wie sich dies schreibt oder liest, ist die Umsetzung hingegen nicht.

Herausforderungen sind etwa:
  • die schiere Menge an Themenfeldern, welche den Scope bisheriger Business-Intelligence-Kompetenzzentren oder Data-Science- oder Analytics-Einheiten signifikant übersteigt 
  • Daten als „Asset“ zu verstehen und zu managen bedeutet u. a., dass Mitarbeiter der Fachbereiche prozess- und organisationsübergreifend denken, handeln und entscheiden müssen 
  • Fachbereiche müssen echte „Ownership“ für Daten übernehmen und u. a. definieren und priorisieren, welche Datenobjekte, ja Datenfelder, für ihren Geschäftserfolg entscheidend sind
  • das Verständnis, dass Geschäftsentscheidungen Datenqualität und damit Nutzbarkeit einerseits konkret beeinflussen und andererseits dieselben Daten die faktenbasierte Entscheidungsfindung signifikant beeinflussen können, ist nicht durchgängig vorhanden 
  • häufig sind vorhandene Datenapplikationen in komplexe IT-Landschaften integriert und damit meist Bestandteil der IT-Legacy 
  • die Anzahl unterschiedlicher Technologien auf den diversen Ebenen der Datenbewirtschaftungskette (Datenextraktion und -bewegung, Datenspeicherung, -aufbereitung, -präsentation und -analyse) 
  • damit verbunden die Anzahl unterschiedlicher, auf die jeweiligen Bedürfnisse der Organisation ausgerichteten Applikationen von Data Lakes über DWH und BI bis analytische Streaming-Applikationen und Applikationen zur Verwaltung von Stamm-, Referenz- und Metadaten  
  • häufig sind fachbereichsübergreifende (End-to-End-)Prozesse der unternehmerischen Geschäftstätigkeit betroffen bzw. wirken auf Daten ein 
  • die starke, wechselseitige Abhängigkeit der Strategien der Geschäfts- oder Fachbereiche, von Operations und/oder IT 
  •  der hohe Anspruch an das Management und das Verständnis von Geschäftsprozessen  
  • ein sehr hoher Anspruch an die Kompetenz (methodisch, systematisch und Fachwissen über das Geschäft und beteiligte Prozesse) der Mitarbeiter sowohl in der CDO-Organisation als auch im Unternehmen
Der CDO und seine Organisation haben verschiedene Möglichkeiten und Handlungsspielräume, auf die in Priorität über die Zeit variierenden Anforderungen zu reagieren bzw. das Zielbild zu gestalten. Die Handlungs-spielräume sind häufig beeinflusst durch aktuelle Geschäftsziele und strategische Vorhaben, das in-flight Projektportfolio, IT-Strategie, IT- und Datenlandschaft, Maturität der Organisation in Bezug auf Prozess-, Methoden- und IT-Lösungskompetenz sowie vorhandenes Personal und weiterer vorhandener Ressourcen, nicht zuletzt Change-Budget.

Die o. g. Rahmenbedingungen werden in der Regel dazu führen, dass von Beginn an kein rein auf ein Teilziel fokussiertes und stringentes Vorgehen umgesetzt werden kann. Viel häufiger wird die CDO-Organisation die Umsetzung ihrer Ziele auf initialen Prioritäten und auf einem auf taktischen Zielen basierenden Plan starten und diesen unterwegs aktualisieren und verbessern. Damit kann die dringend benötigte "Delivery" sicher-gestellt, der Change gestartet und das "Customer Buy-in" erzeugt, erhalten oder gestärkt werden, während gleichzeitig der Aufbau der Organisation, Skills, Prozesse, Methoden und Tools vorangetrieben werden. Doch bereits diese inkrementelle und eher den agilen Vorgehensweisen angeglichene Lösungsmethode fordert sowohl der Organisation als auch der Führungscrew hohe Fähigkeiten ab, die durch geeignete Werkzeuge und Methoden ergänzt werden sollten. Zudem sind ein sehr gutes Stakeholder- und Erwartungsmanagement notwendig, sowie Governance und system-/technische Grundlagen wie
  • eine klare Definition der Ambition im Data Management und deren Beitrag zur Erreichung der Geschäftsziele 
  • die Sicherstellung eines gemeinsamen Verständnisses von CDO-Organisation und Kunde zum aktuellen Status der Daten- und Analytics-Landschaft und Capabilities 
  • eine klare Definition über zu erbringende Leistungen zur Erreichung der (Zwischen-)Zielzustände und mit der Leistungserbringung verbundener Aufwände 
  • für die Anforderungsabdeckung geeignete und erweiterbare Analytics-Architekturen 
  • die Einführung einer Governance und Kennzahlen zur Steuerung des Daten- und Analytics-Projektportfolios.
Zu geeigneter Zeit folgt die teilweise inkrementelle oder vollständige Ausarbeitung einer auf den Geschäfts- und Bereichszielen basierenden Analytics- und Datenstrategie. Ergänzende operative und steuernde Massnahmen erhöhen zusätzlich die Erfolgsaussichten.

Die Einhaltung der oben genannten Empfehlungen erfordert klare Priorisierungen und stellt eine signifikante Aufgabe für die neue Organisation dar; sie kann die Leistungen der CDO-Organisation in den Augen der (internen) Kunden jedoch zur begehrten und geschätzten Capability werden lassen. Eine gute Unternehmensführung und –kultur, welche die Transformation zur datengetriebenen Unternehmung unterstützen, sind zudem von unschätzbarem Wert.

*Jörg Narr ist Head Data & Analytics bei Zurich Versicherungs-Gesellschaft AG. Er hält bei der Business Intelligence Agenda die Keynote zu diesem  Thema, in dem er seine Erfahrungen im Aufbau einer Data & Analytics-Organisation teilt.



(1) (IBM Global Business Services: Marc Teerlink, Paula Wiles Sigmon, Brett Gow and Kingshuk Banerjee, 2014)
(2) (Deloitte Consulting: Steve Jansz et al., 2016)

Donnerstag, 1. Dezember 2016

Business Intelligence Agenda diskutiert innovative Anwendungen und neue Anforderungen im BI-Markt

Die Jahrestagung für Anwender und Anbieter aus der BI-Branche geht in die fünfte Runde

Die 5. Jahrestagung Business Intelligence Agenda findet am 28. März 2017 im Zürich Marriott Hotel statt. Zentrale Themen der von Vereon und dem Business Application Research Center (BARC) konzipierten Veranstaltung sind Trends, innovative Anwendungen und neue Anforderungen im Markt, digitale Transformation und Big Data, der Nutzen von Predictive Analytics sowie Best Practices und No-Gos für BI-Organisationen.  

Die Datenmengen weltweit wachsen immer schneller. Aus diesen verwertbare Informationen für unter-schiedliche Geschäftsbereiche zu ziehen, ist für jedes Unternehmen eine wichtige und komplexe Aufgabe. Um von Big Data zu profitieren und zudem den Überblick über die immensen Datenmengen behalten zu können, benötigen Unternehmen eine klare Strategie. Welche Business-Intelligence-Lösungen bringen Unternehmen den gewünschten Erkenntnisgewinn, um ihre Geschäftsabläufe effizienter und profitabler zu gestalten? 

Erfahren Sie im Rahmen der 5. Jahrestagung Business Intelligence Agenda wie Sie zielführend mit den aktuellen Herausforderungen umgehen. Wir erläutern die Konzepte hinter den neuen Schlagworten und zeigen deren Relevanz und Reife auf. Kompakt und verständlich präsentieren Anwender, Anbieter und Analysten ihre Erfahrungen. Die begleitende Fachausstellung bietet Mitgliedern der Geschäftsleitung sowie Führungskräften der Fachbereiche Finanzen, Controlling und IT die Möglichkeit, führende BI-Anbieter kennenzulernen und deren Lösungen zu evaluieren. Ergänzend zur Konferenz bieten wir am 27. März vertiefende Seminare zu Advanced und Predictive Analytics, BI-Frontends, BI-Strategie und -Organisation im Rahmen der Digitalisierung sowie zu Software-werkzeugen für die Planung. 

Weitere Informationen und Anmeldung unter: www.businessintelligenceagenda.ch

Montag, 21. November 2016

Digitalisierung zwingt Payment-Industrie zum Umdenken

Sicherheit und Beständigkeit als erfolgsversprechende Faktoren für neue Bezahlmethoden 


Die 5. Jahrestagung Swiss Payment Forum zeigt mit einem neuen Teilnehmerrekord ihre bedeutende Stellung als einer der wichtigsten Plattformen für die Payment-Branche in der Schweiz. Vom 7. bis 8. November 2016 beschäftigten sich 23 Referenten und über 160 Teilnehmende mit den Herausforderungen und dem Wandel in der Payment-Industrie. Das breite Vortrags-angebot reichte von der Vorstellung verschiedener Technologien, rechtlichen Aspekten des mobilen Bezahlens bis zu Erfahrungsberichten zum Einsatz von Payment-Lösungen. Erstmalig  wurden alle Vorträge simultan verdolmetscht.

„Die digitale Währung heißt Vertrauen“: die zentrale Aussage der Tagung verdeutlicht, dass für den Erfolg im digitalen wie mobilen Payment das Bedürfnis des Kunden nach Sicherheit ernst genommen werden muss. Dabei ist das Zusammenspiel von Payment-Anbietern, Kunden und Händlern entscheidend für den Erfolg eines funktionierenden und fairen Gesamtsystems. Die Vorträge spiegelten wider, wie dynamisch die Branche ist. Die Auswahl an Bezahlmöglichkeiten durch verschiedene Anbieter steigt stetig und stellt den Kunden vor die Wahl. Hier könnten etablierte Payment-Anbieter punkten, die durch ihre Marktstellung in puncto Beständigkeit und Vertrauenswürdigkeit ein zu-verlässiger Partner für den Kunden sind. Die Kunst wird es sein, Relevanz, Komfort und Sicherheit unter einem Hut zu vereinen, um digitales Payment langfristig erfolgreich zu gestalten.

Gerade für den Schweizer Markt ergeben sich durch globale Trends lokale Herausforderungen. Für Roland Zwyssig, CMO der Aduno Gruppe, gehören internationale Standards für Schweizer Lösungen unweigerlich dazu: „SwissWallet setzt auf die Standards der internationalen Kartenorganisationen und auf globales Skalieren und lokales Agieren“. Auch die rechtlichen Aspekte spielen dabei eine wichtige Rolle: „Die geplante Einführung einer FinTech-Lizenz ist ein wichtiger Schritt zur Förderung des Wirtschaftsstandorts Schweiz", so Dr. Jana Essebier, Partner bei VISCHER.

Die anstehenden komplexen Herausforderungen erfordern noch stärker eine Vernetzung unter-schiedlicher Player und Systeme, um verschiedenen Ansprüchen immer breiter werdender Zielgruppen gerecht zu werden. „In Zeiten der Vernetzung von Plattformen und Ökosystemen sowie neuen Blockchain-Technologien bilden Veranstaltungen wie das Swiss Payment Forum eine wichtige Basis um nationale Kundenbedürfnisse ins Zentrum zu rücken“ betonte Michael Gaschen, Leiter Produktmanagement Zahlungslösungen Karten & Digital bei PostFinance.

Mit der deutsch-englischen Simultanverdolmetschung aller Vorträge wurde das Swiss Payment Forum in diesem Jahr der internationalen Tragweite des Themas gerecht.

Das 6. Swiss Payment Forum findet vom 6.-7. November 2017 in Zürich statt.