Montag, 11. Dezember 2017

Schweizer Energiebranche – auf dem Weg zu einem Gesamtsystem

 Kreuzlingen, Schweiz, 11. Dezember 2017 – Der Energiesektor befindet sich im Wandel. Neue Energiepolitik und technische Innovationen bestimmen die Energiezukunft. Für Energieversorger und Verteilnetzbetreiber eröffnen sich ganz neue Herausforderungen und Perspektiven.

Die Forschungs- und Entwicklungspipelines sind voller guter, innovativer Ideen für eine intelligentere, wirtschaftlichere und ressourcenschonendere Nutzung von Energie. Wir sind auf dem Weg in eine Zukunft, in der die verschiedenen Energieformen und –nutzungszwecke, die Transportnetze sowie die bedarfsgerechte Steuerung von Produktion und Verbrauch zu einem Gesamtsystem verschmelzen.

Dies alles fordert die Energieversorgungsunternehmen heraus. Sie haben eine neue Rolle, neue Möglichkeiten, aber auch Verantwortung als Schaltstellen zwischen neuen, vermehrt dezentralen Produktionsinfrastrukturen, Verbrauch und Netzstabilität. Sie werden zu umfassenden Energiedienstleistern, die nicht mehr einfach nur Energie verkaufen, sondern verschiedene Dienstleistungen mit verschiedenen Tarifen anbieten.

Hier setzt das Innovationsforum Energie an und bietet neuen Lösungen und Geschäftsmodellen für die Energiezukunft  einen Entfaltungsrahmen. Hochkarätige Referenten diskutieren die Themen Digitalisierung, Dezentralisierung, Systemintegration, Smart Technologies und E-Mobility sowie den erforderlichen Handlungsrahmen. Darüber hinaus legen wir im 2018 einen besonderen Schwerpunkt auf das Thema Konvergenz der Systeme. Aus verschiedenen Perspektiven beleuchten wir die Auswirkungen der zunehmenden Vernetzung. Verkehr, Gebäude und Energienetze werden zunehmend in einem Gesamtsystem integriert. Was bedeutet dies für die Akteure des Energiesektors? Welche Strategien und Geschäftsfelder sind erfolgversprechend? Was nur ein Hype?

Als unabhängige Plattform für Entscheider aus Versorgungsunternehmen, Industrie, Forschung und Politik zeigt das Innovationsforum Energie die aktuellen Trends im Energiesektor auf und gibt einen umfassenden und profunden Überblick zu den strategischen und technischen Herausforderungen im Energiemarkt der Zukunft. Den Teilnehmern werden neue Ideen und innovative Lösungen für die anstehenden Aufgaben vorgestellt.

Diskutieren Sie mit ca. 180 Branchenvertretern den Weg in die Energiezukunft und profitieren Sie von den Praxiserfahrungen vieler, spannender Referenten, die wir für Sie gewinnen konnten.
Es würde uns sehr freuen, Sie in Zürich als Teilnehmer des 8. Innovationsforum Energie begrüssen zu dürfen.

Weitere Informationen und Anmeldung unter: www.innovationsforum-energie.ch

Dienstag, 5. Dezember 2017

Nachlese: Verteilnetzforum vom 21. November 2017



Kreuzlingen, Schweiz, 05. Dezember 2017 - Im historischen Schloss Hünigen in Konolfingen wurde bei der ersten Ausgabe des Verteilnetzforums mit rund 40 Teilnehmern intensiv über die aktuellen und künftigen Herausforderungen für Schweizer Verteilnetzbetreiber, insbesondere im Kontext der am 1. Januar 2018 in Kraft tretenden revidierten Energie- und Stromversorgungsgesetzgebung, diskutiert.

Dr. Mohamed Benahmed, Leiter Sektion Netze vom BFE hat zu Beginn der Tagung die Position des BFE in Bezug auf das neue Marktdesign bzw. die Versorgungssicherheit bekräftigt. Dabei hat er unter anderem auf die Importabhängigkeit der Schweiz und damit auf die zentrale Rolle der Übertragungs- und Verteilnetze hingewiesen. Alle im Rahmen der sog. „System Adequacy-Studie“ geprüften Szenarien gehen vom geplanten Netzausbau, insbesondere auf Stufe des Übertagungsnetzes aus. Dabei wurde auch der notwendige Netzausbau im benachbarten Ausland berücksichtig. Damit ist auch der Netzausbau für die Versorgungssicherheit entscheidend. Umso wichtiger ist es, dass die im Parlament hängige „Strategie Stromnetze“ nun im Rahmen der Einigungskonferenz in der Wintersession verabschiedet und nicht aufgrund artfremder Themen (Durchschnittspreismethode, Messwesen und Regel- und Steuersysteme) gefährdet wird.

Aeneas Wanner, Geschäftsleiter von Energie Zukunft Schweiz, ging in seinem Referat auf die Chancen der neuen Energiegesetzgebung ein. Aus seiner Sicht gewinnt die gesamte Energiegesetzgebung mit dieser Revision weiter an Konsistenz. Ebenfalls ist klar, dass mit der „Cost+-Regulierung“ die Margen der Netzbetreiber zwar noch gesichert sind, das Monopol aber mit Themen wie z.B. Eigenverbrauch sowie möglicher zukünftiger Liberalisierungsschritte im Messwesen zunehmend unter Druck gerät. Hinsichtlich der neuen Gesetzgebung ging Wanner dabei primär auf die Neuregelung der Flexibilität ein, welche nach neuem Recht dem Kunden gehört und bei Nutzung durch den Netzbetreiber von diesem auch über attraktivere Zusatzprodukte vergütet werden muss. Die ebenfalls angepasste Neuregelung der Bemessung der Rückliefervergütung für dezentral erzeugte und eingespeiste Energie dürfte laut Wanner noch ein grosser Diskussionspunkt darstellen, da der Einbezug der Gestehungskosten der eigenen Kraftwerke von einzelnen betroffenen EVU kaum einfach so akzeptiert werden dürfte.

Dr. Katja Keller, Leiterin Netzwirtschaft der BKW Energie AG, hielt fest, dass die Eigenverbrauchsthematik, auch die Eigenverbrauchsgemeinschaft (EVG), nicht eigentlich neu sei. Neu ab 2018 ist die Möglichkeit zum Zusammenschluss von mehreren Grundeigentümern und die damit verbundene Rechtsstellung der EVG als ein Endverbraucher. Die neue Regelung vereinfacht die Bildung von EVG und soll durch die Einsparung von Grundgebühren und Zählermieten sowie durch die Erlaubnis zur Bündelung beim Netzzugang die Attraktivität des Eigenverbrauchs erhöhen. Aufgrund der Kostentragungspflicht von Anschlussänderungen und der Komplexität im Handling von EVG (v.a. im Fall von Mietern) besteht insbesondere im Fall von Bestandesbauten die Gefahr eines „Papiertigers“ bzw. wird das Risiko der Entsolidarisierung als limitiert beurteilt. Im Fall von Neubauten ist das Potential für entsprechende EVG-Lösungen indes deutlich höher. Bei BKW wurden entsprechende Produkte bereits eingeführt und die Lösung ab 2018 etwas vorweggenommen.


Sven Schlittler, leitender Berater bei EVU Partners AG, analysierte in seinem Referat die heutige Tarifierungspraxis bei Verteilnetzbetreibern in Bezug auf die Netznutzungstarife. Vielfach sind diese Praxen historisch gewachsen. Entsprechend ist die Verursachergerechtigkeit solcher gewachsenen Tarifstrukturen eingeschränkt. Oft sind auch Fehlanreize oder unerwünschte Nebeneffekte wie Tarifsprünge zu beobachten. Die neue Regulierung der Netznutzungstarife im Rahmen der Revision der StromVV schränkt bestehende Freiheitsgrade der Netzbetreiber bei der Tarifierung ab 2019 im Bereich der kleineren Endkunden erheblich ein. Bis 30 kVA Anschlussleistung muss neu ein einheitliches „Basisprodukt“ angeboten werden. Wahlprodukte sind nur noch in Kombination mit Leistungspreisen vorgesehen. Zudem wird die Vorgabe eines 70%tigen Arbeitspreisanteils auf alle Endkunden bis 50 MWh ausgeweitet. Es bleibt zu hoffen, dass der Verursachergerechtigkeit dann ab 2022 mit dem revidierten StromVG wieder mehr Gewicht beigemessen werden wird.

Ulrich Rosen, Partner bei B E T Aachen, thematisierte in seinem Beitrag die Erfolgsfaktoren beim anstehenden Smart Meter Rollout. Aufgrund der damit verbundenen, steigenden Messkosten ist die Kostentransparenz ein wichtiger Faktor. Heute fehlt diese Kostentransparenz vielfach da die Relevanz der Messkosten als Teil der Netznutzungstarife bis anhin tief war. Der Rollout der Smart Meters selber ist ein operationelles Vorhaben, welches vor allem gute Datenqualität und ein effektives Projektmanagement voraussetzt. Die zentral damit verbundene, strategische Frage ist jedoch diejenige nach dem Nutzen des Smart Meter. Erst mit entsprechenden „smarten“ Produkten oder Dienstleistungen entsteht mit dem Smart Meter Rollout ein Kundennutzen. In diesem Kontext stellen sich weitere strategische Fragen nach der Eigenleistungstiefe (make or buy) und der Bedeutung des Messwesens als eigenes, konkurrenzfähiges Geschäftsfeld in einem zumindest teilliberalisierten oder strenger regulierten Markt.


Gerhard Bräuer, Leiter Netzwirtschaft der Repower AG, präsentierte das neue Asset Management (AM) Tool „EASYASSET“ von Repower. Mit dem neuen Tool will Repower ihr eigenes Asset Management unterstützen, in dem die dafür notwendigen Anlagedaten einfach und klar sowie für alle Involvierten zugänglich bereitgestellt werden. Das neue Tool verkauft Repower auch anderen Netzbetreibern als Produkt. Bräuer ist überzeugt, dass das Preis-Leistungsverhältnis im Vergleich zu anderen AM-Produkten sehr attraktiv ist und das Tool gerade auch für kleinere und mittlere Netzbetreiber interessant ist. Voraussetzung für eine erfolgreiche Einführung und damit für ein aktives Asset Management ist und bleibt aber letztlich eine hohe Datenqualität und eine klare, interne Organisation bzw. Rollendefinition des Asset Management als interner Auftraggeber.

Dr. Christina Würthner, Geschäftsführerin der enersis suisse AG, stellte anlässlich des ersten Schweizer Digitaltages dar, welchen Einfluss die Digitalisierung auf die traditionelle Wertschöpfung von Energieversorgungsunternehmen im Allgemeinen und von Netzbetreibern im Speziellen haben kann. Der Einfluss wird dabei insbesondere in den Bereichen Handel, Verteilnetz und Vertrieb gross eingeschätzt. Das regulatorisch vorgegebene Unbundling stellt dabei aufgrund der Datentrennung bzw. der Limitierung der Datennutzung aktuell eher ein Hindernis für neue Geschäftsmodelle dar. Anhand konkreter Use Cases (z.B. Optimierung des Smart Meter Rollouts) auf ihrer Plattform namens GRIDS zeigte Würthner auf, was mit der Verknüpfung verfügbarer Daten und mit deren Visualisierung heute bereits möglich ist und was, insbesondere auch aufgrund der zunehmenden Datenverfügbarkeit und -qualität, in Zukunft möglich sein wird. Ziel von Data Analytics ist letztlich aufgrund von grossen Datenmassen konkrete Fragen zu beantworten und damit Entscheidungsgrundlagen zu schaffen.


In der abschliessenden Podiumsdiskussion diskutierten Aeneas Wasser, Ulrich Rosen und Dr. Andreas Beer (Leiter Netze von Repower AG) über die künftige Rolle der Verteilnetzbetreiber, insbesondere über die Auswirkungen der Energiestrategie 2050 und die damit verbundene Regulierungstiefe. Im Fokus der Diskussion standen dabei die Auswirkungen des Eigenverbrauchs und die Kostenfolgen des Smart Meterings insbesondere im Kontext einer möglichen Teilmarkt-Liberalisierung des Messwesens sowie die notwendigen tariflichen Handlungsoptionen. Auf die Frage zur langfristigen Entwicklung waren sich die Podiumsteilnehmer einig, dass es auch 2050 noch Verteilnetze und damit Verteilnetzbetreiber für Strom geben wird. Eine Substitution der Stromverteilung ist mittel- und längerfristig noch nicht absehbar. Eine Reduktion des Monopols und dabei der „Cost+-Sicherheit“ jedoch sehr wohl.

Dieser Rückblick wurde vom Tagungsmoderator Dr. Markus Flatt, Partner bei EVU Partners AG verfasst. Markus Flatt hat den hochkarätigen Beiträgen und Diskussionsrunden einen optimalen Rahmen gegeben. Nicht zuletzt die produktiven Diskussionen und das ausgezeichnete Networking sowie die sehr gute Stimmung aller Teilnehmenden und Referenten rundeten den Erfolg der Tagung ab.

Das nächste Verteilnetzforum findet am 13. November 2018 in Luzern statt. Informationen zu Agenda, Referenten und Anmeldung finden Sie unter www.verteilnetzforum.ch.

 

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Die Vereon AG veranstaltet hochkarätige Tagungen, Konferenzen und Workshops zu aktuellen Themen aus Wirtschaft und Wissenschaft. Ausgewiesene Experten aus Forschung, Wissenschaft, Praxis und Politik präsentieren regelmässig pragmatische Lösungsansätze und wegweisende Trends. Führungs- und Fachkräfte aller Branchen schätzen diese Informationsplattformen zum Wissensausbau, Erfahrungsaustausch und zur Gewinnung wertvoller neuer Kontakte.

Freitag, 17. November 2017

E-Rechnung: Grosse Marktveränderungen stehen bevor


Kreuzlingen, 15. November 2017 – Soeben ist die aktuelle Marktstudie „E-Rechnung 2017“  erschienen. Auf 134 Seiten bietet der Autor Bruno Koch, Marktanalyst und CEO von Billentis tiefe Einblicke in die aktuellen Marktentwicklungen rund um den Einsatz der E-Rechnung. Gemäss der Studie stehen aufgrund der nun vorhandenen rechtlichen und technologischen Rahmenbedingungen grosse Veränderungen an.

Während der kommenden Jahre wird sich für elektronische Rechnungen und verwandte Prozesse das Umfeld völlig verändern. Die anstehende Markttransformation ist mächtig und betrifft die meisten Organisationen. Gemäss Bruno Koch ist „die E-Rechnung und die damit verbundene Prozessautomatisierung (...) die Schlüsselkomponente, um  Kosten deutlich zu senken, das Working Capital zu verbessern und die Kosten elastischer zu gestalten.“

In seiner Marktstudie „E-Rechnung 2017“ erläutert er anschaulich, warum sowohl die rechtlichen Rahmenbedingungen als auch die technologischen Entwicklungen eine neue Ära einläuten und der E-Rechnung dabei eine zentrale Bedeutung zukommt. Ein wichtiger Teil der Studie widmet sich konkreten Ratschlägen, wie Unternehmen und Organisationen ihr individuelles E-Rechnungs-Projekt erfolgreich starten und anschliessend zum Erfolg bringen können.

Wichtiges Fazit der Marktstudie: Es bedarf der raschen Entwicklung einer gesamtheitlichen Strategie für die Automatisierung der Geschäftsprozesse rund um die Rechnung, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Vereon begleitet seit 15 Jahren das Thema E-Rechnung u. a. mit der Ausrichtung des jährlich stattfindenden E-Rechnungs-Gipfels (nächstmalig am 15. und 16. Mai 2018 in Bonn) und unterstützt unter anderem die Erstellung der vorliegenden Marktstudie „E-Rechnung 2017“.

Sie kann hier kostenlos bezogen werden: www.e-rechnungsgipfel.de/marktstudie



Freitag, 29. September 2017

Versorgungssicherheit – Verantwortung der Verteilnetzbetreiber steigt

Kreuzlingen, Schweiz, 29. September 2017 – Die Verteilnetzbetreiber werden im Rahmen der Entwicklung des Energiesystems eine neue und wichtige Rolle spielen müssen. Bislang trugen in erster Linie die Übertragungsnetzbetreiber die Verantwortung für die Gewährleistung der Versorgungs-sicherheit. Die Energiewende passiert aber in den Verteilnetzen. Ausserdem führt die Digitalisierung zu einem Umbruch im Verteilnetz. Aufgrund der Digitalisierung nimmt die Datenmenge rasant zu und es entstehen neue Geschäftsfelder. Einen aktuellen und von hochkarätigen Referenten präsentierten Ein- und Ausblick zu den laufenden Entwicklungen und Gesetzesänderungen in der Schweiz bietet Ihnen unsere Jahrestagung „Verteilnetzforum“ am 21. November 2017 in Konolfingen bei Bern.
Neben möglichen Lösungsansätzen werden vor allem praktische Erfahrungen beleuchtet und diskutiert um Antworten auf die Herausforderungen für die Netzbetreiber zu geben. Mit besonderer Spannung erwarten wir die Keynote von Dr. Mohamed Benahmed, Leiter Sektion Netze, Bundesamt für Energie zum aktuellen Stand der Arbeiten der BFE Studie „Versorgungssicherheit CH bis 2035“, der Strategie Stromnetze und dem künftigen Strommarktdesign.

Fokusthemen in diesem Jahr sind:
- Strategie Stromnetze, Inhalt, Stand, weitere Arbeiten
- Was ab 2018 aufgrund des revidierten EnG umgesetzt werden muss
- Eigenverbrauch – Neue Regeln und erste Erfahrungen
- Netznutzungstarife im Spannungsfeld der angepassten gesetzlichen Grundlagen
- Smart Meter Rollout – Nur Pflicht oder auch Chance?
- Visual Energy Analytics und aktives Asset Management
- Künftige Geschäftsfelder und Rolle der Verteilnetzbetreiber

Dieses Jahr konnten wir folgende Referenten für Sie gewinnen:
- Dr. Andreas Beer, Leiter Netz, Repower AG
- Dr. Mohamed Benahmed, Leiter Sektion Netze, Bundesamt für Energie BFE
- Gerhard Bräuer, Leiter Netzwirtschaft, Repower AG
- Dr. Markus Flatt, Partner, EVU Partners AG
- Dr. Katja Keller, Leiterin Netzwirtschaft, BKW AG
- Sven Schlittler, Leitender Berater, EVU Partners AG
- Dr. André Vossebein, Geschäftsführer, B E T Suisse AG
- Aeneas Wanner, Geschäftsleiter, Energie Zukunft Schweiz
- Dr. Christina Würthner, Geschäftsführerin, enersis suisse AG

Weitere Informationen zu Inhalten, Referenten und Anmeldung finden Sie hier:
www.verteilnetzforum.ch

   
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Nachlese: Vertriebsleitertagung Energie vom 5. und 6. September 2017

Kreuzlingen, Schweiz, 29. September 2017 – An der dritten Vertriebsleitertagung Energie trafen sich gut 70 Energiefachleute und Experten aus dem Bereich Vertrieb, um die Auswirkungen der neuen Gesetzgebung und der Digitalisierung auf die Geschäftsmodelle der Energiebranche zu beleuchten. Angespornt durch zunehmenden Wettbewerb am Strommarkt, neue Player für Dienstleistungen und Services, sind die Schweizer EVU stark gefordert und werden sich in den Bereichen Netz, Messung, Flexibilität, Eigenverbrauch, Effizienz und E-Mobility neu zu positionieren versuchen.

Die Keynote von Prof. Peter Hettich (IFF-HSG) beleuchtete zunächst die belastende Ausgangslage für Produzenten durch stark gefallene Strompreise. Er sieht vermehrt den Staat in der Pflicht, die Rahmenbedingungen für einen fairen Wettbewerb zu setzen. Der Markt alleine wird es nicht richten, zu klein sind im heutigen Umfeld die Anreize für Investitionen. Die vollständige Liberalisierung wäre aufgrund komplexer Prozesse volkswirtschaftlich nicht immer die beste Lösung, so Hettich. Aktuell zeichne sich ab, dass das BFE einen Kapazitätsmarkt bevorzuge. Grund dafür sei unter anderem, dass zahlreiche Nachbarländer der Schweiz bereits Kapazitätsmärkte eingeführt haben oder solche diskutieren.

Der Vorstellung verschiedener künftiger Strommarktdesigns folgte ein detaillierter Einblick in das Thema Eigenverbrauch und Tarifierung von Prosumern. Arealnetze und „Pooling“ – die gemeinsame Beschaffung von Eigenverbrauchgemeinschaften am Strommarkt – werden einen wahren Boom auslösen, so Lars Konersmann (Energie Zukunft Schweiz). Nicht zuletzt weil sich Eigenverbrauch ökonomisch lohnt. Die Rahmenbedingungen werden nach der Einführung der neuen Gesetzgebung ab 1.1.2018 noch favorabler sein.

Mit nichts geringerem als der Weltrettung ging es von Seiten Repower weiter. Verteilnetzbetreiber stehen mit in der Verantwortung, die Energiestrategie erfolgreich umzusetzen, stehen jedoch im Clinch zwischen den physikalischen Gesetzen und denjenigen von Bern, so Andreas Beer, Leiter Netze der Repower. Den Umbau von zentraler zu dezentraler Versorgung und Steuerung vergleicht er mit dem unsinnigen Ersatz des einen zentralen menschlichen Herzens durch viele dezentrale. Eine schwierige Operation am lebenden Patienten.

Optimistischer zeichnete Georg Meier (Energie Zukunft Schweiz) das Bild für EVU. Durch die neue Gesetzgebung öffnen sich viele neue Türen für Energiedienstleistungen: Sowohl im Netz (Nutzung von Flexibilität), beim Eigenverbrauch (Angebote an „Prosumer“), als auch bei Energieeffizienz und Mobilität sind die Schweizer EVU gefordert, sich neue Wertschöpfung zu generieren. Der befürchtete Absatzverlust durch Eigenverbrauch und Energieeffizienz würde zudem durch neue Anwendungen wie Elektromobilität und Wärmepumpen überkompensiert.

Der zunehmende Wandel der Energiewirtschaft der Schweiz, stark beeinflusst durch den europäischen Strommarkt, führt zur Neuerfindung ganzer Unternehmen. Dies prägt sich gemäss Christoph Sutter (Leiter Division Neue Energien) bei der Axpo Power mit dem Kauf des Wind-Projektierers Volkswind und den Fokus auf Windkraft, überwiegend in Deutschland und Frankreich, aus. Die Windbranche ist einer starken Kommodifizierung unterworfen und der Trend zu Auktionen schickt bereits erste Projekte frei von staatlicher Förderung in das Rennen.

In der Simulation der zukünftigen Grosshandelspreise zeigte Josef Keller (Ompex) eindrücklich, worauf der berühmte Blick in die Glaskugel basiert und welche Faktoren die Preise beeinflussen: Allen voran die Rohstoffpreise, Last- und Produktionsänderungen.

Ruedi Rechsteiner (alt Nationalrat, VR IWB) kritisiert die grossen Produzenten Axpo und Alpiq mit ihrer aktuellen Jagd auf neue Subventionen. Zudem sieht er die heftig verfochtenen hohen Leistungs- und Grundpreise als Bremse für die Energiewende. Die Angst vor einer Netzflucht sei erwiesenermassen unbegründet und das Netzgeschäft das lukrativste für viele EVU.

Der erste Tag wird mit einer Podiumsdiskussion geschlossen, die unter anderem einen Blick auf die Zukunft der Unternehmen in 3-5 Jahren wirft. Durch Entwicklung in neue Geschäftsfelder, Steigerung der Innovationskraft, zunehmende Kooperationen, auch mit Startups, und weitere Investitionen in Erneuerbare Energien, wollen sich die EVU zukunftssicher aufstellen.

Der Themenschwerpunkt Digitalisierung wurde am zweiten Tag zunächst von externer Warte, durch Chris Tattersall (Deloitte) analysiert und auf Geschäftsmodelltypen und Hauptaktivitäten gescannt. Dabei laufen die aktuellen Digitalisierungsprojekte zahlreicher Schweizer EVU vielfach am Kundenbedürfnis vorbei. Tattersall rät zur klaren Trennung zwischen interner Digitalisierung zur Effizienzsteigerung („be digital“) und digitalen Angeboten für Kunden („go digital“). Letztere sollen nicht anhand der technischen Möglichkeiten, sondern anhand des Kundennutzens entwickelt werden.

Zwei sehr konkrete und bereits praxiserprobte Beispiele von Armin Keinath (Caterva) und Daniel Clauss (EKS) zum Thema Eigenverbrauch und Heimspeicher, zeigen die Umsetzung – inklusive der möglichen attraktiven Wertschöpfung. Die Kombination von Eigenverbrauch, Speicherung und Vernetzung zu einem virtuellen Kraftwerk und somit der Bereitstellung von Regelleistung, bietet für alle beteiligten einen Mehrwert. EVU erhalten ein hervorragendes Produkt zur Kundenbindung, können zusätzliche Erlöse über Regelenergie erzielen und erhalten Nutzerdaten zur Weiterverwertung. Den Endkunden steht ein System zur Verfügung, das geringe Energiekosten und steigende Autarkie bietet.

Als Abschluss der Veranstaltung präsentierte Luca Bortolani (IKEA) die Motivation vom Einrichtungshaus, in den Vertrieb von PV Anlagen einzusteigen: Einen Beitrag zur Vision „einen besseren Alltag für die vielen Menschen zu schaffen“, aber vor allem auch der Kundenwunsch, einen Beitrag zur Nachhaltigkeit (48%) zu leisten und die Unabhängigkeit zu erhöhen (33%). Die Wirtschaftlichkeit gemäss IKEA wird von den Kunden erst in dritter Priorität (27%) genannt.

Von gesetzlichen Neuerungen über strategische Neuausrichtung bis zu konkreter Produkteinführung lieferte die Vertriebsleitertagung 2017 einen tiefen Einblick in die sich verändernde Energiewirtschaft der Schweiz. Die vorgestellten Handlungsoptionen stellen dabei eine hervorragende Inspirationsquelle für neue, nachhaltige Geschäftsmodelle dar, um sich im zukünftigen Energiemarkt zu behaupten.

Die Moderation von Georg Meier und Bernd Kiefer hat den hochkarätigen Beiträgen und Diskussionsrunden einen optimalen Rahmen gegeben. Nicht zuletzt die produktiven Diskussionen und das ausgezeichnete Networking sowie die sehr gute Stimmung aller Teilnehmenden und Referenten rundeten den Erfolg der Tagung ab.

Am 04. und 05. September 2018 wird der Anlass zum vierten Mal durchgeführt. Die Agenda für die Vertriebsleitertagung Energie 2018 wird im Frühjahr veröffentlicht. Bitte reservieren Sie sich diesen Termin schon jetzt.


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Donnerstag, 28. September 2017

Swiss Payment Forum: The Platform for Swiss Opinion Leaders and Specialists Concerning Payment

Kreuzlingen, September 27, 2017 - Today innovations through digitization are a part of everyone’s everyday world. It is no surprise that these developments do not omit the payment sector and that mobile payment is one of the most important financial trends of the present. Various new payment methods become technologically realisable, however there is no final decision made yet whether we will pay with our mobile phone, our smartwatch, our fingerprint or with a wink in the future.

Mobile payment in Switzerland and in other European countries equals a patchwork rug. Already distributed systems like Yapital or mpass in Germany vanish, however new providers move up. Despite various setbacks, the digitization trend within the payment sector does not run out of steam and new technologies, for example blockchain, give a fresh impetus. In Switzerland PSD2 is an omnipresent and a much-discussed topic. In the EU-countries everyone works at the implementation of the regulations of PSD2, whereas Switzerland takes a different approach and develops market-conform solutions. One way or another the financial sector faces new rules and new takers.

Exactly those topics will be discussed by speakers and participants at the 6th Swiss Payment Forum in Zurich in November. Highlights of the annual conference are among others an overview about the most important payment trends in Switzerland, the effects of biometry on digital payment, the implication of PSD2 for merchants and banks, Value Added Services as a mean to escape the price spiral and the potential of blockchain as a game changer not only in the financial sector.

For further information on the Swiss Payment Forum, visit http://www.swisspaymentforum.ch/en/agenda

About Vereon AG
Vereon AG organises leading-edge seminars, conferences and workshops addressing current business issues. Distinguished experts in research, science, industry and politics regularly present practical solution approaches and pioneering trends. Leaders and specialists from all sectors appreciate these information platforms for building knowledge, exchanging experience and making valuable new contacts.

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Montag, 25. September 2017

Swiss Payment Forum - Die Plattform für Schweizer Entscheider und Spezialisten zum Thema Payment

Kreuzlingen, 25. September 2017 – Innovationen durch Digitalisierung sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Kein Wunder also, dass dieser Trend auch vor der Paymentbranche nicht halt macht und Mobile Payment inzwischen zu den wichtigsten Finanztrends der Gegenwart zählt. Verschiedene neue Bezahlmöglichkeiten sind heute technologisch möglich, ob wir in Zukunft mit dem Handy, der Smartwatch, mit unserem Fingerabdruck oder mit einem Augenzwinkern bezahlen werden, ist allerdings noch offen.

Mobiles Bezahlen in der Schweiz und auch den übrigen europäischen Ländern gleicht heute einem Flickenteppich. Bereits verbreitete Systeme wie z.B. Yapital oder mpass in Deutschland sind wieder vom Markt verschwunden, dafür rücken neue Anbieter nach. Trotz mancher Rückschläge verliert der Digitalisierungstrend in der Paymentbranche nicht an Schwung und erhält durch Technologien wie zum Beispiel Blockchain immer wieder neue Impulse. Ein in der Schweiz omnipräsentes und vieldiskutiertes Thema ist PSD2. Während in den EU-Ländern auf Hochtouren an der Umsetzung der Regeln von PSD2 gearbeitet wird, entwickelt die Schweiz eigene marktgerechte Lösungen. So oder so wird sich die Finanzbranche neuen Spielregeln mit neuen Mitspielern gegenüber sehen.

Genau über diese Themen diskutieren Referenten und Teilnehmer beim 6. Swiss Payment Forum im November in Zürich. Highlights aus dem Programm der Jahrestagung sind unter anderem ein Überblick über die wichtigsten Mobile Payment Trends in der Schweiz, die Auswirkung biometrischer Verfahren auf das Bezahlen, die Bedeutung von PSD2 auf Handel und Banken, Kundenbindung durch Value Added Services und Potential von Blockchain als Game Changer nicht nur in der Finanzindustrie.

Das detaillierte Programm ist erhältlich auf: www.swisspaymentforum.ch 

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Donnerstag, 13. Juli 2017

Exchange Summit 2017 - E-Invoicing/E-Billing: Significant Market Transition Lies Ahead

Kreuzlingen, Switzerland, July 11, 2017 – The European Core Invoice Standard EN16931 has been published on June 28th, 2017. Experts agree that E-Invoicing will be adopted at an even faster pace now also in Europe as already in the rest of the world. Therefore, the need for a global platform to exchange best practices, know how and fresh ideas increases even more. The Exchange Summit is the leading congress with contributors and attendees from over 50 different countries. It represents a global platform for the important and quickly advancing topics around E-Invoicing. All participants will have the opportunity to exchange knowledge, and for networking with the aim to improve processes and a faster adoption of the new technologies. The next Exchange Summit will be held on October 9-10 in Barcelona. There will be several round tables and presentations in order to discuss the challenges with experts, thought-leaders and users from the corporate and public sector. Latest trends and their impact for AP/AR automation such as Machine Learning, Blockchain and E-Receipts will be presented as well as updates on the must-haves in compliance, standards and formats. Furthermore, the current status and upcoming developments of E-Invoicing in China and other Asian countries will be looked at closer. Keynote speakers Enrico Camerinelli, Prof. Dr. Peter Duerr and Bruno Koch will give new impulses to the audience. Bruno Koch, an independent and globally well-known market analyst in the field of E-Invoicing, will present some key findings of his highly-valued market report E-Invoicing/E-Billing: Significant market transition lies ahead in his speech. This market report not only provides facts, but also qualitative views, evaluation and details about the products offered by many providers: www.exchange-summit.com/market-report. For further information on the Exchange Summit, visit www.exchange-summit.com Press Contact: Vereon AG | Public Relations | Hauptstrasse 54 | CH-8280 Kreuzlingen presse@vereon.ch | www.vereon.ch/presse

Donnerstag, 6. Juli 2017

Umsetzung der elektronischen Rechnung erfolgt auf der Basis von XRechnung

Kreuzlingen, 6. Juli 2017 – Das Thema E-Rechnung ist derzeit aktuell wie nie zuvor: Zum einen hat das Bundesministerium des Innern (BMI) seinen Referentenentwurf zur E-Rechnungs-Verordnung am 22. Juni 2017 der Verbändeöffentlichkeit zugänglich gemacht. Am selben Tag wurde der in diesem Entwurf genannte Standard XRechnung ohne Änderungen vom IT-Planungsrat verabschiedet. Der IT-Planungsrat hat dabei den Standard XRechnung als maßgeblich für die Umsetzung der Richtlinie 2014/55/EU des europäischen Parlaments und des Rates vom 16. April 2014 in Deutschland  beschlossen. Damit sind föderal übergreifend alle nationalen Hoheitsträger (Bund/Länder/Kommune) gehalten, die Umsetzung der elektronischen Rechnung auf der Basis von XRechnung vorzunehmen. Diese Wirkung tritt sofort in Kraft. Zum anderen wurde am 28. Juni 2017 der europäische CEN/TC 434 Standard EN 16931 für E-Invoicing veröffentlicht.  Damit laufen nun die Fristen zur nationalen Umsetzung der EU-Richtlinie 2014/55/EU.

Am 27. und 28. Juni 2017 kamen in Wiesbaden auf Schloss Biebrich auf Einladung des Bundesministeriums des Innern (BMI) und des Verbandes elektronische Rechnung (VeR) über 150 Teilnehmer aus der Öffentlichen Verwaltung und der Privatwirtschaft zusammen, um konkrete Maßnahmen zur Einführungen der E-Rechnung in Deutschland zu diskutieren und erste Erfahrungen hierzu auszutauschen. In zahlreichen Keynotes, Diskussionsrunden und Vorträgen wurden nicht nur die für Deutschland spezifischen Aspekte in der Öffentlichen Verwaltung und der Privatwirtschaft betrachtet, sondern darüber hinaus auch die Erfahrungen der im Thema weiter fortgeschrittenen Länder wie z. B. Österreich, Schweden und Dänemark näher betrachtet.

Besonders die erst seit dem 22. Juni 20017 verankerte zentrale Rolle der XRechnung wurde im Rahmen des E-Rechnungs-Gipfels intensiv diskutiert. Denn nicht nur für die Öffentliche Verwaltung hat dieser Standard große Auswirkungen, sondern auch die Privatwirtschaft als Rechnungssteller muss sich nun mit einer raschen Umsetzung befassen. In diesem Zuge wurde im Rahmen der Tagung auch der aktuelle Projektstand für die zentrale Rechnungseingangsplattform des BMI und BMF vorgestellt. Der angestrebte Zeitplan ist sportlich: bereits ab 1. Juni 2018 soll der Roll-out im gesamten Geschäftsbereich des BMI erfolgen. Durch die frühzeitige Pilotierung der E-Rechnung am Bundesverwaltungsamt (BVA) bereits ab 2013 liegen jedoch inzwischen zahlreiche Praxiserfahrungen vor und schaffen so sehr gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Umsetzung. Eine Erkenntnis ist, dass der Anbindung von Lieferanten eine Schlüsselrolle zukommt.

Als Fazit des diesjährigen E-Rechnungs-Gipfels lässt sich festhalten, dass 1. die E-Rechnung verpflichtend für alle wird, die dem Bund Rechnung stellen wollen, 2. der Bund eine zentrale Lösung für alle Bundesbehörden anbieten wird, 3. mit der XRechnung ein auf dem CEN-Standard beruhendes Format für elektronischer Rechnungen per Rechtsverordnung festgelegt wird und 4. mit einer zügigen Ausweitung der Verpflichtung zur E-Rechnung in allen Bereichen zu rechnen ist.

Auf der Website des E-Rechnungs-Gipfels www.e-rechnungsgipfel.de werden zahlreiche Informationen rund um die E-Rechnung zur Verfügung gestellt. Nebst einer umfangreichen aktuellen Marktstudie, sind ausgewählte Vorträge (u. a. auch zu oben erwähnter  zentraler Rechnungseingangsplattform des BMI und BMF) sowie der Referentenentwurf zur E-Rechnungs-Verordnung als freier Download verfügbar.

Donnerstag, 2. März 2017

Die Jahrestagung für den Schweizer BI-Markt setzt auch 2017 Impulse

Kreuzlingen, Schweiz, 2. März 2017  –  Die Diskussion um digitale Transformation nimmt weiterhin Fahrt auf: neben der Digitalisierung gelten Start-ups, Big Data und Analytics als aktuelle Herausforderungen für viele Unternehmen. Die Jahrestagung Business Intelligence Agenda versammelt am 28. März bereits zum fünften Mal Controller, Finanzverantwortliche und BI-Experten in Zürich, um die aktuellen Entwicklungen der schweizerischen BI-Branche zu beleuchten. Analysten präsentieren ihre Ergebnisse und die neuen Trends. Anwender von BI-Lösungen berichten von den Praxiserfahrungen aus ihren Unternehmen.  

Die Veranstaltung beginnt um 9 Uhr mit der Eröffnung durch den Vorsitzenden Herbert Stauffer, Geschäftsführer von BARC Schweiz. Über 120 Teilnehmer, Referenten und Aussteller aus der Schweiz und Deutschland werden im Zürich Marriott Hotel erwartet.

Keynote-Speaker der 5. Jahrestagung sind Jörg Narr, Head Data & Analytics, Operations Switzerland der Zurich Insurance Company sowie Prof. Dr. Key Pousttchi, Leiter des Lehrstuhls für Wirtschaftsinformatik und Digitalisierung an der Universität Potsdam.

Für die Auswahl des richtigen BI-Tools haben die Teilnehmer auf der begleitenden Fachausstellung die Möglichkeit, Lösungen und Produkte führender Anbieter zu vergleichen. Fest zugesagt haben die Unternehmen Board, Business & Decision, Business Solution Group, Heyde, IDL, Infor, Informatec, Jedox, OneStream, Pyramid Analytics und SAP.

Ergänzend zur Konferenz werden am 27. März vertiefende Seminare zu Advanced und Predictive Analytics, BI-Frontends, BI-Strategie und -Organisation im Rahmen der Digitalisierung sowie zu Software-werkzeugen für die Planung angeboten.

Das detaillierte Programm steht unter www.businessintelligenceagenda.ch zur Verfügung. Für die Teilnahme gibt es verschiedene Spezialpreise. Anmeldungen können unter www.businessintelligenceagenda.ch/anmeldeformular vorgenommen werden.